Naturforschende Gesellschaft Bamberg e.V.
Freitag, 23.10.26
Freitagsvorträge

Großflächige Wildnis und die Reste ursprünglicher Wildnis werden grundsätzlich in Großschutzgebieten realisiert. Dennoch sollte auch in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland im urbanen Raum ein Abbild von Wildnis sich entwickeln können und erfahrbar sein. Die Gründe hierfür sind vielfältig, hier nur zwei: Zum einen stammt die Menschheit aus der Wildnis, die 99 % der Erdgeschichte prägte. Zum anderen bietet sich selbst überlassene Natur Lebensraum für Arten, die in der Kulturlandschaft keine Bleibe finden.

Bamberg hat neben einigen anderen Städten das Wildnisziel in seine kommunale Strategie für biologische Vielfalt übernommen. Zwar kann es in der Stadt nicht um die Erhaltung ursprünglicher Wildnis gehen, dennoch besteht die Möglichkeit einen bestimmten Flächenanteil der Eigendynamik der Natur zu überlassen.

Derzeit beträgt der Wildnisanteil im Stadtgebiet ca. 3 % der Gesamtfläche. Der Vortrag zeigt auf, wo sich diese „sekundäre“ Wildnis befindet und behandelt die Frage, ob sich ihr Anteil in absehbarer Zeit noch weiter erhöhen ließe.